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Nach dem Aufstehen und der Morgentoilette heißt es erst mal die Wasservorräte aufzufüllen. Das ist gar nicht so einfach, da die Quelle nicht besonders ergiebig ist und man die Flaschen nicht direkt in den Wasserstrom halten kann. Also heißt es aufschöpfen mit dem Trinkbecher und, wenn keine Steine oder sonstiger Dreck im Wasser ist, dieses in die Flasche zu gießen. Doch schließlich sind wir wieder mit Trinkwasser versorgt und können aufbrechen. Wir steigen hinab nach Italien, und auch hier kommen uns recht bald die ersten Wanderer entgegen. Aus den Wanderern werden bald recht große Gruppen, offenbar wird der Weg in die Gegenrichtung viel mehr begangen als in die in die wir gehen. Bei unserer ersten Rast probiere ich wieder mal den Rucksack besser an meinen Rücken anzupassen. Endlich finde ich heraus, daß sich auch das Gestänge in Form biegen lässt, was meinen Rücken in den nächsten Tagen sehr entlasten wird. Auf unserem Abstieg kommen wir an vielen verlassenen Almen vorbei. Teilweise sind die Hütten noch halbwegs gut erhalten, teilweise komplett verfallen. Einzig die Alm 'Cra Fleons di sotto' ist noch bewirtschaftet. Ein Senner grüßt uns und der Weg vor der Hütte ist von den Kühen besetzt. Diese lassen uns aber unbeschadet passieren und so können wir vom Fleonstal zum Öfner Joch emporsteigen. Der Blick zurück ist immer wieder sehr beeindruckend. Nach langem Aufstieg erreichen wir den Paß und somit die Grenze zu Österreich. Im Tal sehen wir die nächste Hütte, das Hochweißsteinhaus. Wir steigen hinab und ein Stückchen vor der Hütte machen wir unsere Mittagsrast. Auch andere Wandergruppen nützen den kleinen Hügel auf der Wiese um sich ein wenig auszuruhen. Nach einiger Zeit des Rastens mache ich mich über die versumpfte Wiese auf den Weg zu einer eingezäunten, und somit vor den Kühen geschützten, Quelle um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Auf unserem weiteren Weg müssen wir direkt an der Hütte vorbei und ich nütze die Gelegenheit um ein paar Postkarten zu erstehen, die ich natürlich gleich mit dem Hüttenstempel versehe. Den Rest des Tages verbringen wir mit dem Aufstieg zum Luggauer Törl. Fast die ganze Zeit können wir zum Hochweißsteinhaus zurückblicken, das von dieser Seite auch schon aus sehr weiter Entfernung gesehen werden kann. Am Luggauer Törl finden wir einen kleinen See, eher schon einen Teich, vor an dessen Ufer wir kurz rasten. Im Teich sehen wir nichts außer ein paar schwarzen Molchen. Da es hier keinen guten Schlafplatz gibt steigen wir ein Stück weiter hinauf, Richtung Berggrat der auch die Grenze zu Italien darstellt und als wir einen geeigneten Platz finden legen wir uns schlafen. Auch diese Nacht ist das Wetter perfekt und der Sternenhimmel klar. Zwar wird es schon recht kalt, doch unsere Schlafsäcke halten einiges an Kälte aus. |
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Mail an Peter Senekowitsch